Hanspeter Oggier

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Hanspeter Oggier

Hanspeter Oggier wurde in St. Niklaus (Schweiz, VS) geboren. Erste Ausbildung auf der Panflöte bei verschiedenen Lehrern im Oberwallis, ab 1996 erhält er in Genf regelmässigen Unterricht bei Simion Stanciu «Syrinx». Im Herbst 2002 beginnt Hanspeter Oggier beim SMPV das Musikstudium mit Hauptfach Panflöte in Genf und Zürich. 2005 erhält er das Lehrdiplom (Hauptfachlehrer Simion Stanciu Syrinx), 2008 das Konzertdiplom SMPV mit Auszeichnung (Hauptfachlehrer Herr Kiyoshi Kasai, Dozent für Querflöte an der Musikakademie Basel). Im gleichen Jahr wird er als erster Panflötist überhaupt an einer Musikhochschule in der Schweiz offiziell und vollumfänglich zugelassen und nimmt in Folge an der Musikhochschule Luzern den Studiengang «Master of Arts in Music mit Major Performance Klassik» in Angriff, welchen er im Juli 2010 erfolgreich abschliesst (Hauptfachlehrerin Janne Thomsen, Gastdozentin für Querflöte).

Hanspeter Oggier beschäftigt sich intensiv mit zeitgenössischer Musik, interpretiert beispielsweise Werke von Sofia Gubaidulina oder Peteris Vasks auf der Panflöte, regt aber auch immer wieder – in enger Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten verschiedener Generationen– die Entstehung neuer, original für Panflöte geschriebener Werke an.

Es ist aber die Auseinandersetzung mit Alter Musik, die in den letzten Jahren zum zentralen Betätigungsfeld Hanspeter Oggiers geworden ist. Die aussergewöhnliche Möglichkeit, sich mit dem Instrumentenbauer Luc Breton, dem Pianisten und Cembalisten Michel Kiener sowie dem Tonmeister Jean- Daniel Noir weiterbilden zu können, animiert ihn dazu, beinahe in Vergessenheit geratene Artikulationsformen auf der Panflöte wieder zu gebrauchen und so dem Instrument seine urtümlich eigene Natürlichkeit und Sprache zurückzugeben. So arbeitet der Panflötist daran, ähnlich wie auch das Ensemble Fratres, die Charakteristiken der gesprochenen Sprache so weit wie nur möglich in die musikalische Sprache zu integrieren, Inspiration schöpfend einerseits durch das permanente Bestreben der Musiker aus der Renaissance und dem Barock, die menschliche Stimme zu imitieren, andererseits durch Zeugnisse beruhend auf der traditionellen Musik.

In den letzten Jahren entfaltet Hanspeter Oggier eine rege Konzerttätigkeit und ist mittlerweile ein gefragter Solist und Kammermusiker. Erwähnenswerte Auftritte sind beispielsweise: Konzertreihe „Musik an der ETH“ (2009), Solist mit dem Ensemble Fratres in Dardagny bei Genf (2010 und 2014), Solist mit dem Jugendsinfonieorchester Aargau im Sommer 2011 (unter der Leitung von Moritz Baltzer), Konzerte in Österreich, Spanien, Deutschland und Frankreich. Die Deutsche Gesellschaft für Flöte lädt ihn für ein Konzert ans Flötenfestival Freiburg im März 2013 ein. Das Repertoire des Panflötisten ist breit abgestützt und umfasst Werke von der Renaissance bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen in verschiedenen Besetzungen.

Der Panflötist ist Mitglied des Ensembles Inversa, des Duo Rythmosis (mit dem Cellisten Mathieu Rouquié) und arbeitet regelmässig mit dem Ensemble Fratres.

2007 ist Hanspeter Oggier Preisträger der Kiefer Hablitzel Stiftung. Im Dezember 2008 erscheint seine erste CD «Arpeggione» in Zusammenarbeit mit Marielle Oggier (Querflöte) und Mathias Clausen (Klavier) bei «musica nobilis. », im Sommer 2013 erfolgt die Aufnahme zweier neuer Alben auf historischen Instrumenten in Mondoví (I) mit Werken von G.Ph. Telemann und A. Vivaldi, die ab Mai 2015 beim holländischen Label Brilliant Classics erscheinen werden.

Pädagogisch ist Hanspeter Oggier an der Allgemeinen Musikschule Oberwallis (amo) und an der Musikschule Konservatorium Zürich (MKZ) tätig, zudem lehrt Hanspeter Oggier seit 2011 das Hauptfach Panflöte (Abteilung Klassik) an der Hochschule Luzern Musik.